Zu spät zum Spiel: Der Rat eines CFP für einen 40-Jährigen, der mit der Altersvorsorge beginnt

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Zu spät zum Spiel: Der Rat eines CFP für einen 40-Jährigen, der mit der Altersvorsorge beginnt

Viele Amerikaner erreichen das mittlere Alter, ohne jemals ernsthaft mit der Ruhestandsplanung begonnen zu haben, und das kommt häufiger vor, als man denkt. Für Menschen in unvorhersehbaren Arbeitssituationen, etwa als Freiberufler oder in der Gig-Economy, kann der Weg zum Sparen unmöglich erscheinen. Selbst ein später Beginn bedeutet jedoch nicht, dass der Ruhestand außer Reichweite ist. So gehen Sie laut einem zertifizierten Finanzplaner vor.

Die Realität für viele Arbeitnehmer

Die Situation ist einfach: Die meisten Amerikaner sind nicht bereit, in den Ruhestand zu gehen. Millionen von Menschen, insbesondere solche in kreativen Bereichen oder in unregelmäßigen Beschäftigungsverhältnissen, hatten nie Zugang zu arbeitgeberfinanzierten Plänen wie 401(k)s. Ihnen mangelt es an der nötigen Ausbildung und den nötigen Werkzeugen, um effektiv mit Geld umzugehen, und sie leben oft von Gehaltsscheck zu Gehaltsscheck. Für viele ist der Gedanke an den Ruhestand fern oder sogar unrealistisch.

Dies ist kein Versagen der persönlichen Disziplin, sondern ein systemisches Problem. Die Gig Economy und instabile Arbeitsbedingungen erschweren eine langfristige Finanzplanung. Ohne ein Sicherheitsnetz aus Arbeitgeberleistungen oder einem konstanten Einkommen wird Sparen zum Luxus.

Erste Schritte: Eine CFP-Anleitung

Der Finanzplaner Andrew Latham schlägt die folgenden Schritte für jemanden vor, der spät anfängt, auch wenn er bereits 40 ist:

  1. Keine Panik: Der erste Schritt besteht einfach darin, die Situation anzuerkennen, ohne sich selbst Vorwürfe zu machen. Viele Menschen erreichen diesen Punkt ohne eigenes Verschulden.
  2. Bestandsaufnahme: Verschaffen Sie sich ein klares Bild Ihrer Finanzen. Listen Sie Vermögenswerte (Ersparnisse, Investitionen), Schulden (Studienkredite, Kreditkarten) und monatliche Einnahmen auf.
  3. Notfallfonds zuerst: Weisen Sie einen Teil Ihrer Ersparnisse zur Deckung der Ausgaben für 3–6 Monate zu. Dies sorgt für ein finanzielles Polster für Notfälle. Wenn Sie für diesen Zweck bereits genug gespart haben, ist das großartig – fahren Sie mit dem nächsten Schritt fort.
  4. Eröffnen Sie eine IRA: Da keine Arbeitgeberpläne verfügbar sind, eröffnen Sie ein Individual Retirement Account (IRA) oder ein Roth IRA und zahlen Sie alles ein, was Sie sich leisten können. Selbst kleine Beträge (50–100 $/Monat) machen mit der Zeit einen Unterschied.
  5. Schuldenabbau: Priorisieren Sie hochverzinsliche Schulden wie Kreditkarten, da diese bei Tilgung effektiv eine garantierte „Rendite“ von 20 % bieten. Erwägen Sie bei Studienkrediten nach Möglichkeit eine Refinanzierung oder beschleunigte Zahlungen.

Die lange Sicht: Konsistenz ist der Schlüssel

Das Wichtigste ist, sich das Sparen zur Gewohnheit zu machen, auch wenn es zunächst bescheiden ist. Eine Aufzinsung im Laufe der Zeit wird einen Unterschied machen. Mit 40 zu beginnen bedeutet nicht, dass es zu spät ist. Viele Menschen bauen sich einen komfortablen Ruhestand auf, indem sie später im Leben beginnen.

Der Schlüssel liegt in Beständigkeit, kluger Entscheidungsfindung und Dynamik. Es geht nicht um Perfektion, sondern darum, mit dem Geld, das man hat, schrittweise Fortschritte zu machen.